Wie man im Video (siehe nächster Artikel) schon sehen kann, waren die Mädels - Moni & Julia - beim ersten Versuch, die Liegestühle für den neuen Außenbereich zu erwerben, leider erfolglos. Doch mit unbeirrter Hartnäckigkeit und absoluten Willen zum Schnäppchen blieben die beiden Mädels dran an den Objekten der Begierde. Es war schnell klar, da kommt noch was. Natürlich war der Kameramann #2 wieder mit von der Partie. Und damit wir hier einen kleinen Puffer zum Schneiden des neuen Materials haben, hier mal ein kleiner Auszug meiner Reise mit der lieben Moni.
Gestern bekam ich um ca 7.00 Uhr einen Anruf, ich soll doch bitte um 13.00 Uhr im Platinum aufkreuzen, um gemeinsam mit Moni die Liegestühle abzuholen. Gott sei dank müssen auch Kameramänner schon früh aufstehen und daher konnte ich der reizenden Verlockung nicht widerstehen. Also war die Sache schnell ausgmacht!
Nun folgt erst mal das Übliche: In den Multipla (wie immer man dieses Drecks-Auto auch zu schreiben hat - ich nenn’s hier mal MULTIPLA - und fragt mich nicht was das Ding für ne Marke is). Fenster runter. Tür von außen verschließen. Kamera an. Und ab dafür. Bei Sonnenschein fuhren Moni und ich sehr zielsicher in Richtung Mühldorf am Inn.

Wir tuckerten los Richtung Ziel - Anschnallen ned vergessen!
Wir dachten es ist alles in Ordnung und wir können unseren Auftrag, 20 Liegestühle in Mühldorf und 20 Liegestühle in Neuötting abzuholen, ohne Schikanen durchziehen. Wenn man aber denk, dass alles funkt und läuft, kommt meistens ein Anruf vom Cheffe. Und der Anruf kam: “Umkehren, am Montag gibt’s 20% Rabbat!”, war die Ansage aus dem Baustellen-Hauptquartier. Aber nicht mit uns! Moni war fest entschlossen die Dinger zu holen und ich war mir sicher, dass wir trotzdem den Rabbat bekommen - diese Tricks kennen auch Kameramänner! Also entschieden wir uns auf Höhe Geratskirchen ohne Rückendeckung der Cheffs aufzubrechen, um endlich diese fuckin’ Liegestühle einzupacken und nach Hause ins Platinum zu bringen. Endlich hatten wir eine Mission. Man sollte vielleicht erwähnen, dass Moni mit Anhänger und einer richtigen Scheiß-Kiste (MULTIPLA) unterwegs war. Doch das erste Hindernis wartete schon auf uns.

Nach nem U-Turn der nächste Schock!
Das ging ja wieder gut los - die erste Odyssee hatte ich ja bereits hinter mir (siehe Video unten) - doch heute hatte ich ein gutes Gefühl. Aber was sehen wir auf der Tafel - is ne Wahrnehmungssache: wenn ein Teil des Schildes (siehe Bild) durchgestrichen ist, fällt einem doch glatt auf, dass Pleiskirchen noch existiert. Wir entschlossen uns spontan in Pleiskirchen beim “Huber Wirt” einen kleinen Boxenstopp einzulegen.

Da Huber Wirt jun. a.k.a. Alex - Feines Fressi gibt's da!
Doch beim Huber Wirt war die Küche sehr busy. Alex, der Küchenmeister, musste uns hungernd weiterschicken, aber dafür kommt er zum Re-Opening und zahlt ne Runde. Und wieder weiter - immer weiter. Wir hatten ja schließlich eine Mission. In Mühldorf angekommen viel uns auf, dass keiner in diesem MULTIPLA eine Ahnung davon hat, wo wir die Stühle abholen müssen. Da war sie wieder. Die Situation, bei welcher Mann und Frau mit dem Auto fahren und keiner weiß den Weg. Doch nicht mit uns. Streit ist das letzte, was wir vor hatten. Also total entspannt mal dahin, wo wir dachten unser Ziel zu finden. Nach einigen Kreisverkehren und einer etwas detaillierten Durchkämmung des Industriegebietes hatte Moni einen Geistesblitz. 11880 - die Nummer, die helfen könnte. Ich schnappte mir Moni’s Handkeule (man muss es so sagen - ist schon ein älteres Modell) und “The Magic Numer” mit der Wählscheibe anfunken. Und es gibt tatsächlich folgende Möglichkeiten. Erst fragt man welche Straße der Zielort hat - das geht schnell. Dann wird man von einer Dame weiterverbunden zu einer weiteren Dame. Dieses welche entweder eine Routenbeschreibung via SMS sendet, oder live am Telefon jeden Trottel sicher ans Ziel bringt. Live-Navigation ist zu einfach. Also versuchen wir mal den SMS Dienst. Moni haltet an einer beruhigten Zone irgendwo in Mühldorf an. Das Warten beginnt. Minuten verstreichen - immer noch kein Ärger über die eigene Unwissenheit. Endlich kommen zwei SMS. Ich versuchte mit einem Knopfdruck die Nachricht zu Öffnen, bin aber auch schon ein bisserl älter und komm mit solchen neuen Sachen nicht ohne Konzentration klar. Ergo: TOO TIRED USING TECHNOLOGIE! Natürlich ging’s nicht. Moni checkte gegen. Wieder kein “Öffnen” möglich. Alles klar - ein neuer Plan muss her. Wir entschieden uns, im nächsten Industriegebiet unser Glück zu suchen. Aber auch das war erfolglos. Und in solchen aussichtslosen Situationen hilft nur noch Eines, wenn man zu einem Restposten-Laden möchte: “Mamas” suchen und ganz easy nach dem Weg fragen. Also machten wir uns in einem Siedlungsgebiet auf die Suche nach kompetent wirkenden Damen mittleren Alters. Und auf einmal standen zwei gut gelaunte Damen rechts am Bürgersteig. Nun kommt das Rezept: Fenster runter, den Damen Honig ums Mäulchen schmieren und nett und freundlich nach dem Weg fragen. Die linke Dame wusste anfangs nichts von einem Restposten-Laden namens “Thomas Philipps”, doch ihre Freundin (oder Nachbarin) kannte den Schuppen und erklärte uns sehr detailliert den Weg. Doch plötzlich erhob die linke Dame den Zeigefinger und verbesserte ihre Freundin. Der Weg war nun nicht mehr zu verfehlen, denn ein bisserl kennen wir uns in Mühldorf aus. Und endlich ging’s los zum Restposten-Laden und wir wussten: Problem 1 gelöst!
Selbstverständlich kamen wir sicher und entspannt am Zielort an. Und was dort geschah und anschließend in Neuötting, wo wir ja die restlichen Stühle abholten, könnt ihr bald hier mit schnelleren Bildern begutachten. Und ein Eis gab’s auch wieder für den Kameramann #2 - Danke! diesmal waren’s 3 Kugeln im Becher: Banana, Strazziadella & Baunti - Lecker. Aber mehr hierzu gibt’s bald…
Stay tuned,
euer Kameramann #2
a.k.a. der Märchenonkel